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Lebewesen

Dieser Text beschreibt Lebewesen.


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Lebewesen Artikel

Lebewesen

Lebewesen Beschreibung
Sonnentierchen Acanthocystis turfacea

Systematik
Klassifikation: Lebewesen
Domänen


Lebewesen werden durch einen Satz von Merkmalen beschrieben, der in seiner Gesamtheit für alle Lebewesen gilt.

Die Biologie beschäftigt sich wissenschaftlich mit allen bekannten Lebewesen, ihren Abwandlungen und Vorläufern.

Verwandte Begriffe: Lebensform, Kreatur, Organismen.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Bakterien. Die Welt der kleinsten Lebewesen. "leicht verständlich" ?!? na ja . . . Aber in der Kürze die Information so gut strukturiert aufzubereiten, verdient Applaus. Auch für Nicht-Medizinstudenten und Nicht-Biologen mit etwas gutem Willen durchaus lesbar. Gut auch die Querbeziehungen und Erläuterungen zu den Antibiotika.

Vergleich der Merkmale von Lebwesesen und technischen Systeme

Kennzeichen Beispiel Lebewesen Beispiel Nicht-Lebewesen
Energieaustausch mit der Umgebung:
Aufnahme Pflanzen nehmen Lichtenergie auf (Photosynthese) Felsen nehmen am Tag Wärmeenergie auf
Abgabe Säugetiere geben Wärmeenergie ab und geben sie in der Nacht wieder ab
Stoffaustausch mit der Umgebung
Aufnahme Nahrungsaufnahme Betanken eines Autos mit Benzin
Abgabe Tiere geben Kohlenstoffdioxid ab Abgase des Autos
Stoffwechsel (chemische Umwandlung von Stoffen) alle Lebewesen (außer Viren, Viroide und Prionen) brennende Kerze
Informationsaustausch
Empfangen von Information Pflanzen bestimmen den Sonnenstand Belichtungsmesser des Fotoapparates misst Lichtstärke
Senden von Information Warntracht der Wespen Verkehrsampel
Reaktion auf Umweltveränderungen
  Pflanzen richten ihre Blätter nachdem Sonnenstand aus Der Sonne nachgeführte Solarzellen
Wachstum
Volumenzunahme Eine Hefezelle nimmt nach der Zellteilung an Volumen zu Wachstum eines Kochsalz-Kristalls
Zellteilung Stammzellen des Knochenmarkes --
Selbstreproduktion (Fortpflanzung)
  Die durch Zellteilung entstandenen Zellen sind ihrer Mutterzelle ähnlich Bei technischen Systemen noch nicht ausgereift aber theoretisch möglich; sich selbst reporduzierende Computerprogramme sind Praxis.
stoffliche Grundlage
Grundbausteine Biomoleküle verschieden
Informationsträger DNA, RNA verschieden


Einige der Lebewesen kennzeichnenden Merkmale findet man auch bei technischen, physikalischen und chemischen Systemen.

  1. Auf alle lebenden Organismen (Lebewesen) müssen immerhin auf der Ebene der Zelle alle Kennzeichen zutreffen.
  2. Tote Organismen wiesen in ihrer Vergangenheit alle Kennzeichen auf.
  3. Latentes Leben haben Organismen, die zwar nicht alle Kennzeichen aufweisen, also toten Organsimen oder unbelebten Gegenständen ähnlich sind, jederzeit aber zu lebenden Organsimen werden können. (Beispiele: Sporen von Bakterien oder Pilzen).
  4. Unbelebte Gegenstände zeigen zur Zeit ihrer Existenz nicht alle Kennzeichen.
Buch-Tipp: Biologie. Oberstufe. Evolution. Ursachen und Mechanismen der Entwicklung der Lebewesen. (Lernmaterialien) Super Lernhilfe! Diese Abitur-Lernhilfe von Mentor zu dem Themenbereich "Evolution" ist eine ausgezeichnete Hilfe, um sich damit auf das Abitur in dem Fach Biologie vorzubereiten! Ich benutze das Buch momentan zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung in Biologie, und es leistet mir dabei ausgezeichnete Dienste, wie auch schon vorher zu dem Lernen für Klausuren...

Zeitablauf

Lebewesen haben einen Zeitablauf (Ontologie): Sie werden geboren, sie wachsen, sie verändern sich, pflanzen sich fort, sie altern und sterben.
Bei vielen Einzellern ist potentielle Unsterblichkeit möglich, da aus einer Mutterzelle ohne Substanzverlust zwei Tochterzellen hervorgehen.

Buch-Tipp: Der Mensch - Das moralische Lebewesen: Der Mensch, das moralische Lebewesen, 3 Bde., Bd.1, Fundamentale Fragen der Moraltheologie: 1 Eine Beschreibung zum Buch "Der Mensch - Das moralische Lebewesen: Der Mensch, das moralische Lebewesen, 3 Bde. , Bd. 1, Fundamentale Fragen der Moraltheologie: 1" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter...

Aufbau von Lebewesen

Alle Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Pilze, Bakterien, Archaeen und Protisten) sind aus Zellen aufgebaut. Sowohl die einzelne Zelle als auch die Gesamtheit der Zellen (eines mehrzelligen Organismus) sind strukturiert und kompartimentiert, das heißt sie bilden ein kompliziert aufgebautes System gegenseitig abgegrenzter Reaktionsräume.

Jede Zelle enthält in ihrem Erbgut (Desoxyribonukleinsäure, DNS, engl. DNA) alle zu dem Wachstum und für die vielfältigen Lebensprozesse notwendigen Anweisungen.

Buch-Tipp: Die Geschichte der Lebewesen. Facetten einer naturwissenschaftlichen Neubetrachtung Die Beschreibung für das Buch "Die Geschichte der Lebewesen. Facetten einer naturwissenschaftlichen Neubetrachtung" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Chemie der Lebewesen

Buch-Tipp: GAIA. Die Erde ist ein Lebewesen Eine Beschreibung zum Buch "GAIA. Die Erde ist ein Lebewesen" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Elemente

Lebewesen besteht vorwiegend aus Wasser und organischen Kohlenstoffverbindungen.

Neben dem Kohlenstoff als Hauptelement der Biomoleküle kommen noch die Elemente Wasserstoff (H), Sauerstoff (O), Stickstoff (N), Natrium (Na), Kalium (K), Chlor (Cl), Phosphor (P), Schwefel (S), Iod (J), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Selen (Se) in Lebewesen vor. Chlor (Cl), Iod (I), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Selen (Se) und einige andere Elemente kommen ca. Spuren vor (können aber doch essentiell sein).

Die weitaus häufiger als Kohlenstoff in der Erdkruste vorkommenden Elemente Silizium und Aluminium werden aufgrund ihrer eingeschränklten Verbindungsmöglichkeiten nicht als Bausteine des Lebens genutzt. Edelgase und alle Elemente schwerer als das Selen (Atomgewicht 34) sind keine Bausteine des Lebens oder sogar je nach Dosis in unterschiedlichem Grade schädlich für Lebewesen.

Buch-Tipp: Kleine Entdecker - Alle sind am Anfang klein. Wie Lebewesen sich verändern, wenn sie wachsen Die Beschreibung für das Buch "Kleine Entdecker - Alle sind am Anfang klein. Wie Lebewesen sich verändern, wenn sie wachsen" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

biochemische Bestandteile

Wichtige (biochemische) Substanzen (organische Moleküle), die Lebewesen zu dem Leben benötigen, sind

Daneben enthalten die Zellen der Lebewesens zu einem großen Teil Wasser und darin gelösten Mineralien (Salzen).

Alle Lebensvorgänge finden in Anwesenheit von Wasser statt.

Buch-Tipp: Kleine Ungeheuer. Die geheime Welt der winzigen Lebewesen Kurzbeschreibung Die geheime Welt der winzigen Lebewesen: Bakterien, Spinnentiere, Viren, Pilze und Insekten in einzigartigen Nahaufnahmen: · Gewusel in dem Schlafzimmer: Hausstaubmilben · Vampire in dem Miniaturformat: Wanzen · Haustiere und deren Untermieter: Flöhe, Milben, Zecken, Würmer. . . · u. a. m. Sie werden sich wundern, was so alles kreucht...

Evolution

Das Leben auf der Erde nimmt einen historisch einmaligen Verlauf. Auch wenn man die Ausgangsbedingungen wiederherstellen könnte, würde sich vielleicht ein ähnlicher Ablauf ergeben, aber nicht derselbe der bis heute stattgefunden hat. Der Grund dafür ist die Vielzahl von Zufallentscheidungen, die seit dem Beginn des Lebens bis heute erfolgten. Diese Zufallsentscheidungen werden durch Selektions- und Anpassungsprozesse teilweise wieder ausgeglichen, trotzdem ist ein exakt identische Entwicklung unter realen Bedingungen nicht vorstellbar.

Die Entwicklung der verschiedenen Arten von Lebewesen wird in der Evolutionstheorie behandelt. Dieser von Charles Darwin begründete Zweig der Biologie erklärt die Vielfalt der Lebensformen durch Variation, Mutation, Vererbung und Selektion.

Die Evolutionstheorie behandelt die Veränderung von Lebensformen in dem Laufe der Zeit und die Entstehung der ersten Lebensformen. Hierzu gibt es eine Reihe von Konzepten und Hypothesen (beispielsweise RNA-Welt , siehe auch Chemische Evolution).

Die ältesten bisher gefundenen fossilen Spuren von Lebewesen sind mikroskopische 'Fäden', die als Überreste von Cyanobakterien gelten. Allerdings werden diese in 3,5 Mrd. Jahren alten Gesteinen gefundenen Ablagerungen nicht allgemein als Spuren von Leben angesehen.

Neuere Ansätze zur Evolutionstheorie gehen davon aus, dass die Evolution nicht an der Art sondern am Individuum und seinen Genen ansetzt. (Siehe Soziobiologie und Verhaltensbiologie)

Buch-Tipp: Pilze. Lebewesen zwischen Pflanze und Tier Kurzübersicht Mykologie Dieses Buch gibt eine knappe Einführung in die Mykologie - die Pilzkunde. Wie alle Bücher aus dieser Reihe bewegen sich Stil und Inhalt an der Grenze zu dem Populärwissenschaftlichen. Das Gebotene ist aber zumindest gut aufbereitet und fachlich einwandfrei. Details sollte man von dem Büchlein nicht erwarten. Alles in Allem...

Grenzfragen

Wird die Zelle als grundlegendes Kennzeichen von Lebewesen angesehen, werden Viren nicht zu den Lebewesen gerechnet, da sie keine Zellen sind und nicht aus Zellen aufgebaut sind. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel und pflanzen sich auch nicht selbständig fort. Ihre Vermehrung erfolgt durch Wirtszellen. Allerdings sind sie durch Mutationen und Selektion der Evolution unterworfen.

Buch-Tipp: Umbruch im biologischen Denken. Die geistige Existenz aller Lebewesen Das Buch "Umbruch in dem biologischen Denken. Die geistige Existenz aller Lebewesen" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Systematik der Lebewesen

Die biologische Systematik versucht eine sinnvolle Gruppierung aller Lebewesen. Die oberste Stufe wird dabei von den Domänen gebildet. Man unterscheidet nach molekularbiologischen Kriterien die eigentlichen Bakterien (Bacteria), die Archaebakterien (Archaea) und die Eukaryoten (Eucaryota). Dieses Taxon umfasst die uns vertrauten Tiere, Pflanzen und Pilze.

Buch-Tipp: Unter Bäumen. Reisen zu den größten Lebewesen Um ausführliche Informationen zum Buch "Unter Bäumen. Reisen zu den größten Lebewesen" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Lebewesen als Systeme

Lebewesen sind in der Terminologie der Systemtheorie

  • offen: Sie stehen mit der Umwelt in lebenslangem Energie-, Stoff- und Informationsaustausch mit der Umwelt.
  • komplex: Sie bestehen aus einer großen Zahl von unterschiedlichsten Untereinheiten (Organsysteme ), die durch zahlreiche Beziehungen miteinander verknüpft sind und selbst wieder aus zahlreichen Untereinheiten (Organe, Zellen, Organellen, Biomoleküle) bestehen. Auch sind sie selbst wieder Bestandteil komplexer, übergeordneter Systeme (Biozönose, Ökosystem), sind also ebenfalls mit zahlreichen weiteren Systemen (andere Lebwesen, unbelebte und technische Systeme) miteinander verknüpft.
  • dynamisch: Sie sind immerhin auf der biochemischen Ebene dauernden Veränderungen unterworfen, können aber zeitweise einen stationären Zustand einnehmen, weisen also eine Konstanz von Struktur und Leistung auf. Diese Veränderungen sind einerseits auf dem System innewohnende Bedingungen zurückzuführen (Beispiel: Erzeugung genetischer Variation durch Rekombination bei der Fortpflanzung), andererseits durch Umwelteinflüsse. Lebewesen wirken wiederum auf ihre Umwelt verändernd zurück. (Beispiel: Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre durch die Photosynthese.)
  • deterministisch: Auch wenn alles Merkmalen der Lebewesen durch die Naturgesetze bestimmt sind, lassen sich auf Grund ihrer Komplexität vor allem für emergente Merkmale kaum mathematisch exakte Aussagen über die Vorhersagbarkeit ihrer Merkmale und Entwicklung und ihres Verhaltens machen: Durch die für wissenschaftliche Behandlungen notwendige Reduktion lassen sich zwar Gesetzmäßigkeiten für einzelne Elemente ermitteln. Daraus lassen sich aber nicht stets Gesetzmäßigkeiten für das Gesamtsystem ableiten.
  • stabil und adaptiv: Lebewesen können trotz störender Einflüsse aus der Umwelt ihre Struktur und ihr inneres Milieu für längere Zeit aufrecht erhalten. Anderseits können sie sich auch in Struktur und Verhalten verändern und Umweltänderungen anpassen.
  • autopoietisch: Lebewesen sind sich selbst replizierende Systeme, wobei einerseits die Kontinuität von Struktur und Leistung über lange Zeiträume hinweg gewährleistet ist, andererseits durch die Ungenauigkeit der Replikation Möglichkeiten zur evolutionären Anpassung an Umweltänderungen bestehen.
Buch-Tipp: Wandern ohne Ziel. Von der Atomdiffusion zur Ausbreitung von Lebewesen und Ideen Die Physik steckt überall. Eine Wanderung von den kleinen Dingen der Physik zu den großen Dingen der Menschheit Das Buch ist meiner Meinung nach das beste Buch das es zwischen dem populär- und fachwissenschaftlichen Bücherregal zu kaufen gibt!! Der Autor verzichtet aus gutem Grund nicht völlig auf die mathematische Beschreibungssprache der Physik...

Thermodynamische Definition

Lebewesen sind als offene Systeme zeit ihres Lebens immer weit vom thermodynamischen Gleichgewicht entfernt. Sie weisen einen hohen Ordnungsgrad und damit eine niedrige Entropie auf. Diese können ca. dadurch aufrechterhalten werden, dass die Erhöhung des Ordnungsgrades energetisch mit Prozessen gekoppelt wird, die die hierfür notwendige Energie liefern. (Beispiel: Aufbau von organischen Stoffen niedriger Entropie wie Glukose, DNA oder ATP, aus anorganischen Stoffen wie hoher Entropie wie Kohlenstoffdioxid, Wasser und Mineralsalzen durch Photosynthese und Stoffwechsel.)

Siehe auch

Literatur

  • Anna Maria Hennen: Die Gestalt der Lebewesen. Versuch einer Erklärung in dem Sinne der aristotelisch-scholastischen Philosophie. Königshausen und Neumann, Würzburg 2 Tausend ISBN 3-8260-1800-1

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